
Hartes Leben für Kinder
als Haushaltshilfe
Von der ILO
besonders erwähnt wurden die etwa 10,5 Millionen Kinder, überwiegend Mädchen, die
in privaten Haushalten arbeiten müssen. 6,5 Millionen von Ihnen sind zwischen
fünf und 14 Jahre alt. Die Aufgaben der
Kinder gehen vom Führen des Haushalts über Gartenarbeit bis hin zur Versorgung
der Kinder des Arbeitgebers oder von Pflegebedürftigen. Viele werden am
Arbeitsplatz physisch, psychisch oder sexuell missbraucht. Durch die
Abschottung von der Außenwelt sind die Kinder vollkommen abhängig von ihrem
Arbeitgeber. Manche dürfen nur zum Einkaufen das Haus verlassen und
arbeiten bis zu 15 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Die Löhne sind extrem
niedrig, Sozialleistungen unbekannt und Arbeitgeber, die eine Schulbildung
ihrer Haushaltshilfe unterstützen, die Ausnahme.
Armut erzeugt
Kinderarbeit
Natürlich liegt die
Wurzel des Problems Kinderarbeit tiefer. Eltern verkaufen ihre Kinder nicht aus
Spaß an Menschenhändler in der Elfenbeinküste, oder verkrüppeln Sie in Indien absichtlich,
um bessere Chancen beim Betteln zu haben. Es ist Armut, die Kinderarbeit
hervorbringt und verhindert, dass Kinder in die Schule gehen. Stattdessen
müssen sie Pflastersteine in Steinbrüchen klopfen, Spielzeug bauen oder
Kleidung nähen. Daher sind neben Konsumenten und Unternehmen auch die
Regierungen und Eliten der Länder gefordert, in denen Kinderarbeit vorkommt.
Leider sind es oftmals diese privilegierten Schichten, die von Kinderarbeit am
Meisten profitieren.
Kinderrechte – Deutschland muss nachbessern

Initiative
ergreifen
Wenn wir Produkte
haben möchten, die frei von Kinderarbeit sind, müssen wir uns engagieren.
Gerade im Wahljahr 2013 sollten wir die Möglichkeit nutzen, und von den Vertreter
unserer Städte im Bundestag mehr Einsatz der Bundesregierung gegen Kinderarbeit
zu fordern. Ein wichtiger Hebel ist auch das Vergaberecht, mit dem Kommunen öffentliche Auftraggeber Unternehmen
bevorzugen, die soziale Standards einhalten. Fragen Sie in Ihrer Stadt nach, ob
soziale Kriterien im Vergaberecht aufgenommen wurden und verweisen Sie auf die
zahlreichen deutschen Städte, die das Vergaberecht schon geändert haben. Denn
dort bekommt man bereits faire Kaffee bei Konferenzen, faire Blumen bei
Empfängen, faire für Kindergärten oder Pflastersteine und Uniformen ohne
Kinderarbeit. Und vergessen Sie nicht mit Freunden, Verwandten und Bekannten über
menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit weltweit zu sprechen.
Denn jeder von uns kann mit dem Kauf fairer Produkte zu bessern
Lebensbedingungen in Ländern des Südens beitragen und so helfen, Kinderarbeit
zu verringern.
Natursteine
ohne Kinderarbeit: www.xertifix.de, www.fairstone.win--win.de
Teppiche ohne Kinderarbeit: www.goodweave.de, www.label-step.org
Kleidung ohne Kinderarbeit: http://www.weltlaeden.de/ www.fairwear.org/36/brands
Bälle ohne Kinderarbeit: http://www.fairtrade-deutschland.de/produkte/produktdatenbank/?cattop=10&cattoplastclick=1&allcats=0&textsearch=&gok=&suchbegriffe=&neu=&bio=&tx_fairproducts_dist_cc=&tx_fairproducts_lis_cc==