Freitag, 20. März 2026

Problematischer Kaffee-Genuss

Die neue Studie der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und Coffee Watch zeigt, dass der deutsche Kaffeekonsum weiterhin mit negativen Auswirkungen wie Waldzerstörung, dem Einsatz von giftigen Pestiziden und Arbeitsrechtsverletzungen verbunden ist. Untersucht wurde die Umsetzung von Sorgfaltspflichten in den Kaffee-Lieferketten von 21 deutschen Unternehmen. Besonders große Mängel wurden bei der Erfassung von Anbauflächen und dem Monitoring von Agrochemikalien festgestellt. Die Unternehmen J.J. Darboven, Bela und Dallmayr schneiden dabei am schlechtesten ab. Es gibt jedoch auch positive Entwicklungen: Einige Firmen, wie Alnatura, JDE Peet’s, Seeberger und Tchibo, investieren in eine transparentere Beschaffung und versuchen, Risiken für Mensch und Natur zu minimieren. Diese Fortschritte könnten jedoch gefährdet sein, da wichtige Gesetze wie die EU-Entwaldungsverordnung und das deutsche Lieferkettengesetz möglicherweise abgeschwächt oder verzögert werden.

Quelle: DUH, Zusammenfassung: Frank Herrmann; Bild unten: Frank Herrmann

Donnerstag, 12. März 2026

Klimakluft: Wie Reiche das Klima belasten

Der Bericht „Klimakluft“ zeigt große Unterschiede bei den weltweiten CO-Emissionen zwischen reichen und ärmeren Bevölkerungsschichten. Eine Person aus dem reichsten 0,1 Prozent verursacht täglich über 800 Kilogramm CO und damit so viel wie eine Person aus der ärmsten Hälfte der Weltbevölkerung in einem ganzen Jahr. In den letzten zehn Jahren hat das reichste Prozent mehr als doppelt so viel vom globalen CO-Budget verbraucht wie die gesamte ärmere Hälfte der Menschheit. Besonders hoch sind die Emissionen durch Investitionen von Milliardären, die im Durchschnitt jährlich rund 1,9 Millionen Tonnen CO verursachen, vor allem durch Beteiligungen an klimaschädlichen Branchen wie Öl und Gas.

Auch in Deutschland ist die Ungleichheit deutlich: Menschen aus dem reichsten 0,1 Prozent verursachen im Schnitt 307 Tonnen CO pro Jahr und damit etwa 52-mal mehr als die ärmsten 50 Prozent. Der Bericht fordert deshalb eine stärkere Reduzierung der Emissionen, einen schnelleren Ausstieg aus fossilen Energien und eine stärkere finanzielle Beteiligung besonders reicher Menschen an der Bewältigung der Klimakrise sowie mehr Unterstützung für ärmere Länder und Bevölkerungsgruppen.

Quelle: Oxfam, Zusammenfassung: Frank Herrmann; Grafik: Oxfam