Beim Weltwirtschaftsforum in Davos treffen sich
die reichsten und mächtigsten Menschen der Welt. Anreise: oft im Privatjet.
Greenpeace fordert eine Milliardärssteuer zur Finanzierung von Klimaschutz und
weniger Privatflüge.

Während beim Weltwirtschaftsforum in Davos offiziell
über Weltwirtschaft und Klimaschutz gesprochen wird, reisen viele der reichsten
Teilnehmenden weiterhin mit Privatjets an – dem klimaschädlichsten
Verkehrsmittel überhaupt. Die reichsten ein Prozent der Weltbevölkerung
verursachen mehr Emissionen als zwei Drittel der Menschheit. Eine aktuelle
Auswertung von Flugdaten zeigt, dass die Zahl der zusätzlichen Privatjetflüge
rund um das Treffen 2025 weiter gestiegen ist, obwohl die Zahl der
Teilnehmenden nahezu gleichblieb. Dabei könnten viele dieser Reisen auch
klimafreundlich per Bahn erfolgen. Der exzessive Lebensstil Superreicher, ihre
Investitionen und ihr politischer Einfluss verschärfen die Klimakrise, die sich
bereits in extremen Wetterereignissen bemerkbar macht. Gleichzeitig fehlt es
nicht an Geld zur Finanzierung von Klimaschutz. Konzepte für eine
Milliardärssteuer zeigen, dass erhebliche Mittel mobilisiert und zugleich
Anreize für grüne Investitionen geschaffen werden könnten. Weltweit wächst
daher der Druck, extrem hohe Vermögen fair zu besteuern und Superreiche nicht
nur symbolisch, sondern verursachergerecht an den Kosten der Klimakrise zu
beteiligen.
Quelle: Greenpeace