Donnerstag, 12. März 2026

Klimakluft: Wie Reiche das Klima belasten

Der Bericht „Klimakluft“ zeigt große Unterschiede bei den weltweiten CO-Emissionen zwischen reichen und ärmeren Bevölkerungsschichten. Eine Person aus dem reichsten 0,1 Prozent verursacht täglich über 800 Kilogramm CO und damit so viel wie eine Person aus der ärmsten Hälfte der Weltbevölkerung in einem ganzen Jahr. In den letzten zehn Jahren hat das reichste Prozent mehr als doppelt so viel vom globalen CO-Budget verbraucht wie die gesamte ärmere Hälfte der Menschheit. Besonders hoch sind die Emissionen durch Investitionen von Milliardären, die im Durchschnitt jährlich rund 1,9 Millionen Tonnen CO verursachen, vor allem durch Beteiligungen an klimaschädlichen Branchen wie Öl und Gas.

Auch in Deutschland ist die Ungleichheit deutlich: Menschen aus dem reichsten 0,1 Prozent verursachen im Schnitt 307 Tonnen CO pro Jahr und damit etwa 52-mal mehr als die ärmsten 50 Prozent. Der Bericht fordert deshalb eine stärkere Reduzierung der Emissionen, einen schnelleren Ausstieg aus fossilen Energien und eine stärkere finanzielle Beteiligung besonders reicher Menschen an der Bewältigung der Klimakrise sowie mehr Unterstützung für ärmere Länder und Bevölkerungsgruppen.

Quelle: Oxfam, Zusammenfassung: Frank Herrmann; Grafik: Oxfam