Dienstag, 14. April 2026

2026: Internationales Jahr der Bäuerinnen

Die Vereinten Nationen haben 2026 zum Internationalen Jahr der Bäuerinnen erklärt, um die oft unsichtbare und ungleich anerkannte Arbeit von Frauen in der Landwirtschaft hervorzuheben. Trotz ihrer zentralen Rolle fehlt es vielerorts an Gleichberechtigung, weshalb Maßnahmen wie bessere soziale Absicherung, Lohn- gerechtigkeit, politische Teilhabe und die faire Verteilung von Care-Arbeit gefordert werden. Die Weltgesundheitsorganisation FAO weist zudem darauf hin, dass das Schließen des Gender-Gaps bei Produktivität und Löhnen im Agrar- und Ernährungssystem das weltweite Wirtschaftswachstum um eine Billion US-Dollar steigern, den Hunger von 45 Millionen Menschen lindern und die Widerstandsfähigkeit von Hunderten Millionen Familien stärken könnte.
In der Solidarischen Landwirtschaft bieten sich gute Möglichkeiten, diese Ziele umzusetzen, da sie auf Kooperation und Gemeinschaft basiert. Frauen können hier stärker in Entscheidungsprozesse eingebunden, fair entlohnt und in ihrer Arbeit sichtbarer gemacht werden. Gleichzeitig tragen sie bereits heute maßgeblich zum Funktionieren von Solawis bei – ob auf dem Feld, in Organisation und Verwaltung oder durch umfangreiches ehrenamtliches Engagement.

Text und Bild: Frank Herrmann

 

Dienstag, 7. April 2026

Shein: weiterhin gefährliche Chemikalien in Kleidung

Der Fast-Fashion-Konzern Shein setzt auf ein extrem schnelles, billiges und rücksichtsloses Geschäftsmodell: Tausende neue Designs täglich, aggressive Vermarktung und niedrige Preise treiben vor allem junge Menschen zum Kauf. Die Produktion basiert überwiegend auf Polyester und verursacht stark steigende Emissionen sowie Umwelt- und Sozialprobleme. Greenpeace fand erneut in rund 80 Prozent getesteter Shein-Produkte gefährliche Chemikalien über EU-Grenzwerten – trotz gegenteiliger Versprechen des Unternehmens. Problematische Artikel werden oft nur oberflächlich entfernt, während ähnliche Produkte weiter verkauft werden. Fast Fashion gilt als strukturelles Problem mit massiver Überproduktion und kurzer Nutzungsdauer von Kleidung. Greenpeace fordert deshalb strengere Gesetze, darunter Abgaben auf Wegwerfmode, Werbebeschränkungen und die Förderung nachhaltiger Alternativen wie Secondhand.

Quelle: Greenpeace; Zusammenfassung Frank Herrmann