Sonntag, 30. Juli 2017

Wo gibt es faire Bio-Jeans?





Jeans sollen gut sitzen und schön aussehen – und zwar ohne Gift und Ausbeutung in der Produktionskette. Das Ökoportal Utopia hat eine Bestenliste von Fair-Fashion-Labels erstellt, die stylische Jeans aus Bio-Baumwolle herstellen und dabei Wert legen auf eine nachhaltige, transparente Produktion. Die meisten sind dabei nicht teurer als typische Markenprodukte von Levi’s, Diesel & Co. Ob teure Marke oder Billig-Mode: Konventioneller Baumwollanbau verwendet gefährliche Pestizide; bei der Verarbeitung kommen massenhaft giftige Chemikalien zum Einsatz. In der gesamten Textilbranche ist die Ausbeutung von Arbeitern ein massives Problem. machen es besser – du erkennst sie am leichtesten an einigen Siegel und Zertifizierungen.
Quelle: Utopia.de
 

Samstag, 22. Juli 2017

Fairer Handel: Umsatz 2016 mit Rekord - Pro-Kopf weiter niedrig




Im Geschäftsjahr 2016 erreichte der Faire Handel in Deutschland mit 1,3 Milliarden Euro zu Endverbraucherpreisen einen neuen Rekordumsatz und weist eine Steigerung von 14 % im Vergleich zum Vorjahr auf. Gut 16 Euro pro Kopf gaben deutsche Verbraucher*innen im Jahr 2016 durchschnittlich für Lebensmittel und Handwerk aus Fairem Handel aus. Im EU-Vergleich liegt Deutschland damit zwei Euro vor Frankreich, bleibt jedoch deutlich hinter der Schweiz und dem Vereinigten Königreich zurück. Der Pro-Kopf-Verbrauch fair gehandelter Produkte in der Schweiz ist mehr als viermal so hoch wie in Deutschland. Mit 36 % am Gesamtumsatz des Fairen Handels zu Endverbraucherpreisen hält Kaffee weiterhin deutlich die Spitzenposition. Danach weisen Südfrüchte, Blumen (vorwiegend Rosen), Eiscreme und Textilien den stärksten Umsatz aller fair gehandelten Waren für das Jahr 2016 auf. Fair gehandelte Produkte aus dem Globalen Norden, vor allem Milch, Mehl und Backwaren, vorwiegend aus Deutschland, machten im vergangenen Jahr 5 % am Gesamtumsatz des Fairen Handels aus. Der Absatz von fair gehandeltem Kaffee wuchs 2016 um 22 % auf 20.014 Tonnen. Damit setzt das Lieblingsgetränk der Deutschen sein kontinuierliches Wachstum im Fairen Handel fort. Innerhalb der letzten fünf Jahre hat sich der Umsatz mit fair gehandeltem Kaffee mehr als verdoppelt. 75 % des fair gehandelten Kaffees waren 2016 bio-zertifiziert.
Quelle: FFH



Samstag, 1. Juli 2017

Entwicklungshilfe: Geschäft für Finanzinvestoren und Konzerne



Dokumentarfilm „Konzerne als Retter?“ durchleuchtet Projekte in Afrika

Die staatliche Entwicklungshilfe setzt zunehmend auf die Privatwirtschaft. Nur sie könne effizient Armut und Hunger in der Welt bekämpfen. Angesichts knapper werdender Ressourcen sei es nun an der Zeit, zusammen mit der Privatwirtschaft entwicklungs- politische Ziele zu erreichen. Die extreme Armut und der Hunger in der Welt könnten nur bekämpft werden, wenn die Wirtschaft das Problem in die Hand nehme. Die Dokumentation „Konzerne als Retter? Das Geschäft mit der Entwicklungshilfe“ schaut, was dieses Credo in der Praxis bedeutet: deutsche Tiefkühlpizza für Kenia, Megafarmen in Sambia, neue Pestizidmärkte für Chemieriesen wie Bayer oder die extrem klimaschädliche Trockenlegung von Sumpflandschaften. Arme Menschen, die eigentlich Ziel der Entwicklungshilfe sein sollten, werden systematisch ignoriert. Häufig sind sie von den so genannten „öffentlich-privaten Partnerschaften“ sogar negativ betroffen.
Quelle: FIAN
 

Freitag, 23. Juni 2017

Deutsche Firmen missachten Menschenrechte im Ausland


Globale Energiewirtschaft und Menschenrechte. Deutsche Unternehmen und Politik auf dem Prüfstand

Der Energiesektor hat seit langem den Ruf, eine Branche zu sein, in der es immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen kommt. So betreffen rund ein Drittel der unternehmensbezogenen Menschenrechtsvorwürfe international den Energiesektor. Das beginnt mit dem Kohleabbau in Kolumbien, wo es zu Zwangsumsiedlungen und Verfolgung von Gewerkschaftern kommt. Doch auch für große Staudämme müssen Menschen oft unfreiwillig von ihrem Land weichen, erhalten nur unzureichende Entschädigungen und werden für Proteste kriminalisiert. Zudem ist der Energiesektor die wichtigste Ursache für die menschengemachte globale Klimakrise – ein großer Teil der CO2- und Methan-Emissionen ist diesem Sektor zuzurechnen. Der globale Klimawandel wiederum gefährdet in immer stärkerem Ausmaß die Menschenrechte, sei es, weil der steigende Meeresspiegel zum Beispiel in Bangladesch große Küstenbereiche unbewohnbar macht oder weil in den peruanischen Anden die Gefahr besteht, dass ein Gletschersee ausbricht. In diesem gemeinsamen Bericht von Misereor und Germanwatch wird zum einen die Pflicht des Staates beleuchtet, für die Einhaltung der Menschenrechte in der Energiewirtschaft zu sorgen. Ebenso wird untersucht, inwieweit deutsche Unternehmen im Energiesektor bei ihren Auslandsgeschäften ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht nachkommen.
Quelle: Germanwatch