Samstag, 22. Juli 2017

Fairer Handel: Umsatz 2016 mit Rekord - Pro-Kopf weiter niedrig




Im Geschäftsjahr 2016 erreichte der Faire Handel in Deutschland mit 1,3 Milliarden Euro zu Endverbraucherpreisen einen neuen Rekordumsatz und weist eine Steigerung von 14 % im Vergleich zum Vorjahr auf. Gut 16 Euro pro Kopf gaben deutsche Verbraucher*innen im Jahr 2016 durchschnittlich für Lebensmittel und Handwerk aus Fairem Handel aus. Im EU-Vergleich liegt Deutschland damit zwei Euro vor Frankreich, bleibt jedoch deutlich hinter der Schweiz und dem Vereinigten Königreich zurück. Der Pro-Kopf-Verbrauch fair gehandelter Produkte in der Schweiz ist mehr als viermal so hoch wie in Deutschland. Mit 36 % am Gesamtumsatz des Fairen Handels zu Endverbraucherpreisen hält Kaffee weiterhin deutlich die Spitzenposition. Danach weisen Südfrüchte, Blumen (vorwiegend Rosen), Eiscreme und Textilien den stärksten Umsatz aller fair gehandelten Waren für das Jahr 2016 auf. Fair gehandelte Produkte aus dem Globalen Norden, vor allem Milch, Mehl und Backwaren, vorwiegend aus Deutschland, machten im vergangenen Jahr 5 % am Gesamtumsatz des Fairen Handels aus. Der Absatz von fair gehandeltem Kaffee wuchs 2016 um 22 % auf 20.014 Tonnen. Damit setzt das Lieblingsgetränk der Deutschen sein kontinuierliches Wachstum im Fairen Handel fort. Innerhalb der letzten fünf Jahre hat sich der Umsatz mit fair gehandeltem Kaffee mehr als verdoppelt. 75 % des fair gehandelten Kaffees waren 2016 bio-zertifiziert.
Quelle: FFH



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