Donnerstag, 22. Januar 2026

Weltwirtschaftsforum Davos: Wann kommt die Milliardärssteuer?

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos treffen sich die reichsten und mächtigsten Menschen der Welt. Anreise: oft im Privatjet. Greenpeace fordert eine Milliardärssteuer zur Finanzierung von Klimaschutz und weniger Privatflüge. 

Während beim Weltwirtschaftsforum in Davos offiziell über Weltwirtschaft und Klimaschutz gesprochen wird, reisen viele der reichsten Teilnehmenden weiterhin mit Privatjets an – dem klimaschädlichsten Verkehrsmittel überhaupt. Die reichsten ein Prozent der Weltbevölkerung verursachen mehr Emissionen als zwei Drittel der Menschheit. Eine aktuelle Auswertung von Flugdaten zeigt, dass die Zahl der zusätzlichen Privatjetflüge rund um das Treffen 2025 weiter gestiegen ist, obwohl die Zahl der Teilnehmenden nahezu gleichblieb. Dabei könnten viele dieser Reisen auch klimafreundlich per Bahn erfolgen. Der exzessive Lebensstil Superreicher, ihre Investitionen und ihr politischer Einfluss verschärfen die Klimakrise, die sich bereits in extremen Wetterereignissen bemerkbar macht. Gleichzeitig fehlt es nicht an Geld zur Finanzierung von Klimaschutz. Konzepte für eine Milliardärssteuer zeigen, dass erhebliche Mittel mobilisiert und zugleich Anreize für grüne Investitionen geschaffen werden könnten. Weltweit wächst daher der Druck, extrem hohe Vermögen fair zu besteuern und Superreiche nicht nur symbolisch, sondern verursachergerecht an den Kosten der Klimakrise zu beteiligen.

Quelle: Greenpeace

Greenpeace Online-Aktion„Milliardäre besteuern, Klima retten“