Der aktuelle Bericht „Banking on Climate Chaos“ vom Rainforest Action Network, urgewald und weiteren NGOs zeigt, dass die 65 größten Banken der Welt ihre Finanzierung fossiler Energien weiter ausgebaut haben. Im Jahr 2025 stellten sie insgesamt 906 Milliarden US-Dollar für Unternehmen aus der Öl-, Gas- und Kohlebranche bereit, was einem Anstieg von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Seit der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens vor zehn Jahren flossen damit insgesamt 8,7 Billionen US-Dollar in fossile Projekte. Größter Geldgeber fossiler Brennstoffe bleibt die JPMorgan Chase, die 2025 rund 58 Milliarden US-Dollar für Unternehmen der fossilen Energiewirtschaft bereitstellte. Es folgen die Bank of America und die Mitsubishi UFJ Financial Group mit jeweils etwa 47 Milliarden US-Dollar. Die zwölf größten Finanzierer fossiler Energien, die sogenannten „Dirty Dozen“, verantworten inzwischen fast 40 Prozent der weltweiten Bankenfinanzierung für fossile Brennstoffe. Besonders stark stieg die Finanzierung von Unternehmen, die ihre Kohle-, Öl- und Gasaktivitäten ausweiten. Sie nahm 2025 um 27 Prozent auf 508 Milliarden US-Dollar zu. Nach Einschätzung des Berichts sind solche Investitionen nicht mit dem Ziel vereinbar, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Gleichzeitig wuchs der Anteil der US-Banken an der weltweiten Finanzierung fossiler Energien von 28 Prozent im Jahr 2021 auf 32 Prozent im Jahr 2025. Damit stellen die USA die größte einzelne Quelle für fossiles Finanzkapital dar. Bei europäischen Banken zeigt sich insgesamt ein rückläufiger Trend. Die UBS verringerte ihre Finanzierung fossiler Geschäfte um 36 Prozent, die La Caixa um 34 Prozent und die BNP Paribas um 28 Prozent. Demgegenüber erhöhten einige europäische Institute ihr Engagement: Die Standard Chartered steigerte ihre Finanzierungen für fossile Brennstoffe um 28 Prozent, die Deutsche Bank um 20 Prozent und die HSBC um 16 Prozent.
Quelle: urgewald; Zusammenfassung Frank Herrmann
