Dienstag, 19. März 2024

Klimaschädliche Investitionen trotz Klimaversprechen

Der Greenpeace-Report untersucht die vier größten Fondsgesellschaften Deutschlands auf ihre klimaschädlichen Investitionen. Dabei schneidet keiner der untersuchten Vermögensverwalter zufriedenstellend ab: Allianz Global Investors (AGI), Deka Investments, Union Investment und DWS stecken weiterhin Milliardenbeträge in Kohle-, Öl- und Gasunternehmen. Damit fördern sie weiter Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit nachweislich nicht mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens vereinbar ist.
Doch es gibt Hoffnung, dass der öffentliche Druck und der Wunsch der Kund:innen nach mehr Klimaschutz Wirkung zeigen. Denn  das Beispiel Union Investment zeigt, dass es auch anders geht: “Ein vergleichsweise strenges Kohle-Regelwerk hat die Investitionen zumindest in diesem extrem klimaschädlichen Sektor sichtbar reduziert. Solche Schritte braucht die Branche insgesamt und über alle fossilen Energieträger hinweg”, so Greenpeace Finanz-Experte Dr. Mauricio Vargas.

Weitere aktuelle Studie: Milliarden für Naturzerstörung - Die EU muss verantwortungslosen Konzernen den Geldhahn zudrehen.

Quelle: Greenpeace

Mittwoch, 6. März 2024

Mit Direct Trade den Supermärkten ein Schnippchen schlagen

Die vier größten deutschen Supermarktketten Aldi, Lidl, Rewe und Edeka, die mehr als drei Viertel des deutschen Lebensmittelmarktes beherrschen, sind nicht gerade bekannt für ihre soziale Ader. Der Preisdruck auf die Bauern, die Ihnen beispielsweise Frischobst wie Zitronen, Orangen oder Mandarinen aus Südeuropa liefern, ist enorm. Die von den Supermärkten gebotenen Preise sind stellenweise so niedrig, dass sich die Bauern dafür entscheiden, das Obst an den Bäumen hängen zu lassen, anstatt es zu ernten. Den Migranten aus Afrika, die einen Teil der Ernte einbringen, faire Löhne zu zahlen, ist ebenfalls nahezu unmöglich.

Direct Trade als Alternative

Zum Glück gibt es immer mehr alternative Vertriebskanäle, die auf einen direkten Handel vom Erzeuger zum Verbraucher setzen. Bauernvereinigungen wie Le Galline Felici (die glücklichen Hühner), Crowdfarming oder NoCap sind nur einige Beispiele dafür, wie wir Verbraucher Olivenöl, Käse, Nüsse, Zitrusfrüchte, Avocados oder sogar Mangos saisonal direkt beziehen können. Die Bauern bekommen faire Preise und wir tolle Bioprodukte, die zudem – im Fall des Obstes – frisch geerntet und versandt wurden.

Text und Bilder: Frank Herrmann