Samstag, 6. Juni 2015

Faire Biketour, Teil 3: Zen-Meditation und gewittriger Hochschultag



„Fair einkaufen-aber wie?“-Autor Frank Herrmann berichtet in unregelmäßigen Abständen von den Eindrücken und Erlebnissen auf seiner „Fairen Biketour 2015“

4 ½ Tage Zen-Mediationskurs im Franziskanerkloster in Dietfurt an der Altmühl: Eine sehr spezielle Erfahrung, denn während fast der gesamten Kursdauer war das Sprechen verboten. Auch während der Mahlzeiten, was nicht einfach war, denn ich saß mit zwei anderen Kursteilnehmern am Tisch der Kursleiter mit dem Rücken zu den übrigen Teilnehmern und Blick auf Jesus am Kreuz. Ich nahm es sportlich, wie auch die Krone des Vorderzahns, die mir gleich beim ersten Abendessen rausfiel und die ich glücklicherweise nicht verschluckte. Am nächsten Tag gleich zum Zahnarzt im Ort und Krone wieder geklebt. Aber die Woche hat mir persönlich viel gebracht. Nach  zwei Tagen hat man sich an das viele ungewohnte Sitzen und die vielen Dehn- und Lockerungsübungen gewöhnt und gibt sich ganz der Stille hin. Hinzu kamen gute Kursleiter und ein sehr leckeres vegetarisches Essen, überwiegend aus dem Klostergarten.

Entlang der schönen Altmühl

Den Tag der Abreise vom Zen-Kurs ließ ich langsam angehen, spazierte noch etwas im Klostergarten umher, machte ein paar Fotos und unterhielt mich mit den letzten, noch übrig gebliebenen Kursteilnehmern. Danach folgte ich in einem bewusst langsamen Tempo und sehr achtsam (wie im Kurs gelernt!) den ganzen Tag dem Lauf der Altmühl bei zunächst recht kühlen Temperaturen. Die Landschaft war weiter satt grün und lieblich und je näher ich an Eichstätt kam, desto mehr nahmen auch die hier typischen Kalksteinformationen zu. Im Uni-Städtchen Eichstätt (ca. 4000 Studenten kommen auf rund 14.000 Einwohner) war ich in einer sehr netten Studenten-WG mit schönem Garten untergebracht.

Es ist einiges los in Eichstätt

Am nächsten Vormittag stand zunächst ein kleiner Standrundgang durch Eichstätt an, kombiniert mit einem Besuch beim Weltladen und dem Modeladen Fairwandel, der auf gelungene Weise den Verkauf von fairen Textilien, Secondhand-Klamotten und regional hergestelltem Kunsthandwerk verbindet.  Er wird von zwei netten Studentinnen geführt und existiert erst seit Ende 2014 (ein Besuch lohnt!). Ganz in der Nähe befindet sich ein kurioses Kirchenaustrittsbüro - und das im katholischen Eichstätt. Nachmittags stand unter dem Motto „FAIRabredung mit der Welt“ der Hochschultag der Uni Eichstätt auf dem Programm, organisiert von der sehr aktiven studentischen Umweltgruppe. Nachmittags hielt ich einen Vortrag zum Thema Fairer Tourismus und musste hinterher dem Hochschulradio in einem Interview Rede und Antwort stehen. Die gelungene – und nur einen heftigen Gewitterguss unterbrochene – Veranstaltung klang abends mit einem Filmabend aus (10 Milliarden – wie werden wir alle satt“?). Den darauffolgenden Tag verbrachte ich auch noch in Eichstätt, Schwerpunkt war aber E-Mail Korrespondenz und Organisatorisches. Am nächsten Tag stand die Weiterfahrt nach Ansbach an ...

... Fortsetzung folgt ...








     

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