Freitag, 12. Juni 2015

Faire Biketour, Teil 4: Von der Altmühl übers Taubertal zum Neckar



„Fair einkaufen-aber wie?“-Autor Frank Herrmann berichtet in unregelmäßigen Abständen von den Eindrücken und Erlebnissen auf seiner „Fairen Biketour 2015“

Der Abschied von Eichstätt ist ein langgezogener Anstieg auf einer schmalen Bundestraße mit viel LKW-Verkehr, aber schönen Ausblicken auf die Stadt und ins Altmühltal. Nach rund 25 Kilometern erreichte ich Weißenburg, ein gepflegtes Städtchen, das sogar ein wenig größer als Eichstätt ist. Den ganzen Tag über hatte ich mich vielen Höhenmetern, einem scharfen Gegenwind und der unerwarteten Hitze zu kämpfen. Etwas Abkühlung verschaffte mir ein Bad im Altmühlsee. Der Stausee gehört bereits zum Fränkischen Seenland und  ist ein beliebtes Freizeitziel. Nach insgesamt rund 85 Kilometern hatte ich dann mein Etappenziel Ansbach erreicht. Von der Stadt habe ich nicht viel zu sehen bekommen, da meine Gastgeber, eine nette Familie mit drei Kindern, am Stadtrand wohnten

Die Hitze kommt!

Am bislang heißesten Tag der „Fairen Biketour 2015“ (Temperaturen über 30 Grad!) ließ ich es ganz gemütlich angehen und fuhr ohne größeren Kraftaufwand durch eine leicht wellige Hügellandschaft. Eine Brückensperrung zwang mich zu einem kleineren Umweg entlang der Fränkischen Rezat, einem Flüsschen, von dem ich nie zuvor gehört hatte und das man auch nicht unbedingt gesehen haben muss. Immer wieder machte ich Pausen an schattigen Plätzen und musste auch auf den Wasserverbrauch achten, denn die kleinen Dörfer, die ich durchquerte, lagen wie ausgestorben da. Ein wenig Leben in den Radelalltag brachte ein Fuchs, der unversehens vor mir auftauchte, nur um gleich wieder im Gebüsch zu verschwinden. Die letzten zehn Kilometer der Etappe führten durchs stark von Freizeitradlern frequentierte Taubertal bis nach Weikersheim. Dort ließ ich mir ein Eis schmecken, bevor ich am frühen Nachmittag meinen Übernachtungsort bei guten Bekannten etwas außerhalb von Weikersheim erreichte.

Es wird noch heißer!

Nach einem wohlverdienten Ruhetag in Weikersheim in einer ländlich-idyllischen Gegend und einem Bad in der erfrischend kühlen Tauber lag die anstrengende Etappe von Weikersheim nach Mosbach vor mir. Es war extrem heiß, der Wind kam meist von vorne und die Hügel der Odenwald-Ausläufer summierten sich auf fast 1000 Höhenmeter. Zum Glück begleitete mich an diesem Fahrtag ein guter Freund aus Studienzeiten, sodass für Ablenkunng von der Fahrroutine gesorgt war. Auf der gesamten Strecke kamen wir nur durch eine größere Ortschaft, wo wir unsere Wasserflaschen wieder auffüllen konnten. Der Abend in Mosbach klang mit viel Essen und entsprechend viel Flüssigkeit bei immer noch tropisch-warmen Temperaturen aus.

Ein Traumtag zum Radeln

Der nächste Tag war einer dieser schönen, ruhigen Fahrtage bei wesentlich angenehmeren Temperaturen und einem makellosen blauen Himmel. Immer entlang des Neckars, oft schattig im Wald versteckt folgt der Neckarradweg den zahlreichen Schleifen des Flusses. Am frühen Nachmittag und nach rund 65 Kilometern beschaulichen Radelns erreichten wir Heidelberg, das an diesem wunderschönen Spätfrühlings-, bzw. Frühsommertag gut von Touristen aus aller Herren Länder besucht wurde. Bevor mein Begleiter den Zug nach Hause nahm, gingen wir etwas essen und sprangen noch in den Neckar, um uns das Salz vom Körper zu waschen. In Heidelberg ist nun ein weiterer Ruhetag eingeplant.
Fortsetzung folgt ...

Hier gibt es alle Infos rund um die „Faire Biketour 2015“











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