In Europa sind Millionen Menschen von Ernährungsunsicherheit betroffen, und noch mehr können sich keine gesunde und ausgewogene Ernährung leisten. Gleichzeitig verdienen viele Landwirtinnen und Landwirte sowie Beschäftigte in der Lebensmittelproduktion nicht genug, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Auch ökologische Nachhaltigkeit bleibt vielfach auf der Strecke – nicht zuletzt aufgrund fehlenden politischen Willens und unzureichender Ressourcen. Währenddessen erzielen wenige Akteure entlang der Wertschöpfungskette und einige Investoren enorme Gewinne – auf Kosten von Kleinproduzenten, durch die Förderung ungesunder Ernährungsweisen und durch Spekulation mit Lebensmitteln. Die europäische Bürgerinitiative „Recht auf Ernährung“ will diesen Missständen entgegenwirken. Sie fordert die EU auf, endlich konsequente Maßnahmen für den Übergang zu agrarökologischen Ernährungssystemen zu ergreifen. Ziel ist ein Ernährungssystem, in dem alle Menschen Zugang zu ausreichenden, sicheren, nachhaltigen, fair erzeugten und nahrhaften Lebensmitteln haben.
Quelle: Fian, goodfoodforall; Zusammenfassung: Frank Herrmann
