Die Vereinten Nationen haben 2026 zum Internationalen
Jahr der Bäuerinnen erklärt, um die oft unsichtbare und ungleich anerkannte
Arbeit von Frauen in der Landwirtschaft hervorzuheben. Trotz ihrer zentralen
Rolle fehlt es vielerorts an Gleichberechtigung, weshalb Maßnahmen wie bessere
soziale Absicherung, Lohn- gerechtigkeit, politische Teilhabe und die faire
Verteilung von Care-Arbeit gefordert werden. Die Weltgesundheitsorganisation FAO weist zudem darauf hin,
dass das Schließen des Gender-Gaps bei Produktivität und Löhnen im Agrar- und
Ernährungssystem das weltweite Wirtschaftswachstum um eine Billion US-Dollar steigern,
den Hunger von 45 Millionen Menschen lindern und die Widerstandsfähigkeit von
Hunderten Millionen Familien stärken könnte.
In der Solidarischen Landwirtschaft bieten sich gute Möglichkeiten, diese Ziele
umzusetzen, da sie auf Kooperation und Gemeinschaft basiert. Frauen können hier
stärker in Entscheidungsprozesse eingebunden, fair entlohnt und in ihrer Arbeit
sichtbarer gemacht werden. Gleichzeitig tragen sie bereits heute maßgeblich zum
Funktionieren von Solawis bei – ob auf dem Feld, in Organisation und Verwaltung
oder durch umfangreiches ehrenamtliches Engagement.
Text und Bild: Frank Herrmann