Die neue Studie der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und Coffee Watch zeigt, dass der deutsche Kaffeekonsum weiterhin mit negativen Auswirkungen wie Waldzerstörung, dem Einsatz von giftigen Pestiziden und Arbeitsrechtsverletzungen verbunden ist. Untersucht wurde die Umsetzung von Sorgfaltspflichten in den Kaffee-Lieferketten von 21 deutschen Unternehmen. Besonders große Mängel wurden bei der Erfassung von Anbauflächen und dem Monitoring von Agrochemikalien festgestellt. Die Unternehmen J.J. Darboven, Bela und Dallmayr schneiden dabei am schlechtesten ab. Es gibt jedoch auch positive Entwicklungen: Einige Firmen, wie Alnatura, JDE Peet’s, Seeberger und Tchibo, investieren in eine transparentere Beschaffung und versuchen, Risiken für Mensch und Natur zu minimieren. Diese Fortschritte könnten jedoch gefährdet sein, da wichtige Gesetze wie die EU-Entwaldungsverordnung und das deutsche Lieferkettengesetz möglicherweise abgeschwächt oder verzögert werden.
Quelle: DUH, Zusammenfassung: Frank Herrmann; Bild unten: Frank Herrmann
