Seit dem 6. April übersteigt der
deutsche Fischkonsum mit mehr als 15 Kilogramm pro Kopf und Jahr die legalen
Fangmöglichkeiten deutscher Fischer in EU-Gewässern. Ab dem so genannten Fish
Dependence Day ist Deutschland statistisch gesehen für den Rest des Jahres
vollständig auf den Import von Fisch und Meeresfrüchten angewiesen. Darauf
weist die europaweite OCEAN2012-Allianz gemeinsam mit Slow Food
Deutschland und Brot für die Welt hin.
Fish Dependence Day
Richtung Jahresende verschieben

EU-Fangflotte fischt armen Ländern die Eiweißquelle weg
Nur mit gesunden, das heißt
genügend großen Fischbeständen, kann die Abhängigkeit von Fischimporten, deren
nachhaltiger Ursprung oft zweifelhaft ist, verringert werden. "Die EU und
Deutschland als weltgrößter Importmarkt für Fisch sind mit verantwortlich für
die weltweite Überfischung. Sie führt auch dazu, dass Fisch den Menschen in
armen Ländern als wichtigste Eiweißquelle fehlt. Die EU muss dazu ihre eigene
Fangkapazität auf den Weltmeeren drastisch reduzieren. Fischereiabkommen mit
Entwicklungsländern darf es nur bei wirklichen Überschüssen für wenige Arten
geben und der Fisch sollte in den Ländern selbst verarbeitet werden, um
Arbeitsplätze zu schaffen", betont Francisco Mari, Fischereiexperte von
Brot für die Welt.
Quelle: fNW
Hier geht es zum Bericht
der englischen New Economics Foundation (nef), dem die Daten für den Fish
Dependence Day zugrunde liegen: www.neweconomics.org/publications/entry/fish-dependence-2014-update