Donnerstag, 20. August 2020

„Klima-Corona-Vertrag“, recycelte Daunen und bewusster einkaufen

Drei verschiedene Themen, dreimal Nachhaltigkeit in all seinen Facetten. Viel Spaß beim Lesen!

Weniger Tierleid durch recycelte Daunen

Eine mit Daunen gefüllte Bettdecke gehört in vielen Haushalten ganz selbstverständlich dazu - und doch wissen wir selten, was genau drin ist und wie sie hergestellt wird. Gerade die Herkunft der Daunen ist nicht unumstritten. Oft stammen sie aus tierquälerischer Haltung oder die Herkunft kann nicht bestimmt werden. Ein Unternehmen aus Lingen hat sich daher ganz dem Recyceln von Daunen verschrieben.

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„Wer bewusst einkaufen will, braucht nur seinen gesunden Menschenverstand“

Ökobilanzen analysieren kontextbezogen die Umweltauswirkungen von Produkten und Services entlang des Lebenswegs und können sie gegenüberstellen. Das heißt nicht, dass zwangsläufig die nachhaltigere Lösung auf den Markt kommt oder gekauft wird. Warum das so ist, erklärt Marten Stock vom ifu Hamburg, Member of iPoint Group im Interview. Er ist Experte auf dem Gebiet der Ökobilanzierung.

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Forscher schlagen einen generationenübergreifenden "Klima-Corona-Vertrag" vor

Der Umgang mit der aktuellen COVID-19-Pandemie könnte wertvolle Erkenntnisse für die Bemühungen zur Eindämmung des Klimawandels liefern. Ein Forscherteam des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) hat die Parallelen zwischen der globalen Gesundheits- und der Klimakrise aufgezeigt und analysiert, was politische Entscheidungsträger und Bürger von der Corona-Pandemie lernen können und wie man die Lektionen daraus auf die Reduzierung der globalen CO2-Emissionen anwenden kann. Ihr Vorschlag: Ein "Klima-Corona-Vertrag", der die jüngere und die ältere Generation gleichermaßen mit einbezieht.

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Dienstag, 11. August 2020

Faire Woche 2020: „Fair statt mehr“

Was brauchen wir für ein gutes Leben? Was trägt der Faire Handel zum Wandel zu einer nachhaltigen Lebensweise bei? Bei der nächsten Fairen Woche vom 11. bis 25. September 2020 dreht sich unter dem Motto "Fair statt mehr" alles um das 12. UN-Nachhaltigkeitsziel: Nachhaltiger Konsum und Produktion. Seit mehr als 15 Jahren lädt die Faire Woche jeden September alle Menschen in Deutschland dazu ein, Veranstaltungen zum Fairen Handel in ihrer Region zu besuchen oder selbst zu organisieren. Mit jährlich über 2.000 Aktionen und ist sie bundesweit die größte Aktionswoche des Fairen Handels. Ein besonderer Höhepunkt: Im Aktionszeitraum reisen Vertreterinnen und Vertreter von internationalen Handelspartnern durch ganz Deutschland und berichten von ihren Erfahrungen mit dem Fairen Handel. Veranstalter der Fairen Woche ist das Forum Fairer Handel in Kooperation mit TransFair und dem Weltladen-Dachverband – die Organisation der Aktionen vor Ort übernehmen Weltläden, lokale Aktionsgruppen, Schulen oder auch Privatpersonen.

Quelle: Forum Fairer Handel

Mehr Infos zum Jahresthema der Fairen Woche 2020 hier:
Website der Fairen Woche

Samstag, 1. August 2020

Keine Dumpingpreise bei Lebensmitteln!

Lebensmittel sind lebensnotwendig. Das Recht auf Nahrung ist ein Menschenrecht von fundamentaler Bedeutung. Gerade in schwierigen Zeiten zeigt sich, wie wichtig  eine stabile und krisensichere Versorgung mit vielfältigen und gesunden Lebensmitteln für eine gute Ernährung ist. Die Bundesregierung legt in Kürze einen Gesetzesentwurf vor, um die EU-Richtlinie über unlautere Handelspraktiken umzusetzen. Als Teil eines breiten Bündnisses von 49 Organisationen aus dem Umwelt-, Entwicklungs-, Landwirtschafts- und Lebensmittelbereich fordern wir mehr Fairness im Lebensmittelhandel.  Der angekündigte Gesetzentwurf muss die Einkommenssituation von Erzeugerinnen und Erzeugern und den Lebensstandard der ländlichen Bevölkerung verbessern – in Deutschland, der EU und weltweit. „Verkaufspreise dürfen nicht die Produktionskosten innerhalb der Lieferkette unterbieten“, fordert das Bündnis übereinstimmend in dem heute veröffentlichten Positionspapier „Für mehr Fairness im Lebensmittelhandel“. Alle Beteiligten sind sich einig, dass die EU-Richtlinie ein zentrales Instrument gegen die desaströse Billigpreispolitik im Lebensmittelhandel ist und die Bundesregierung den Verkauf von Lebensmitteln zu Dumpingpreisen verbieten muss. Ebenso fordern sie die Einrichtung einer Preisbeobachtungsstelle und einer Ombudsstelle.
Quelle: Forum Fairer Handel

Hier geht es zum Positionspapier
"Für mehr Fairness im Lebensmittelhandel“

Donnerstag, 23. Juli 2020

aktion #fairwertsteuer: Unterstützung für Handelspartner in der Coronakrise


Weltläden stehen eng an der Seite ihrer Handelspartner - gerade auch in Krisenzeiten. Deswegen haben sie zum 1. Juli die aktion #fairwertsteuer gestartet: Sie zahlen die eingesparte Mehrwertsteuer in einen Fonds ein, mit dem von der Krise besonders betroffene Handelspartner unterstützt werden. Die Aktion wird getragen vom Weltladen-Dachverband in Kooperation mit den Fair-Handels-Beraterinnen und -beratern sowie  dem Forum Fairer Handel. Zahlreiche Handelspartner in Afrika, Asien und Lateinamerika sind besonders stark von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Viele von ihnen können wegen der Ausgangssperren derzeit nicht in ihren Werkstätten und auf den Feldern arbeiten, sie erhalten kein Material, fertig produzierte Ware kann teilweise nicht verschifft werden und der Verkauf im Inland ist zum Erliegen gekommen. Gleichzeitig können sie am wenigsten mit staatlicher Unterstützung rechnen. Die Kundinnen und Kunden im Weltläden würden eine Weitergabe der reduzierten Mehrwertsteuer kaum spüren. Beim durchschnittlichen Einkaufswert im Weltladen von 15 Euro entspräche diese gerade mal 30 Cent. In der Summe kommt in einem halben Jahr jedoch ein nennenswerter Betrag zusammen, der für Handelspartner im Süden einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung ihrer Organisationen leisten kann. Mit der aktion #fairwertsteuer setzen Weltläden ein weiteres Zeichen für globale Solidarität und zeigen, dass sie auch in der Krise anders handeln als andere. Vom Einkauf im Weltladen profitieren die Produzenten in dieser Zeit doppelt: Erstens sichert er ihr Einkommen, denn sie sind dringend auf den Verkauf ihrer Waren angewiesen. Und zweitens speisen die Kunden mit ihrem Einkauf den Fonds der aktion #fairwertsteuer, der eingesetzt wird, um die Organisationen der Handelspartner zu stärken, damit sie die Krise möglichst gut überstehen. Auch in den Online-Shops der anerkannten Weltladen-Lieferanten können Verbraucher fair gehandelte Produkte kaufen. Lieferanten, die an der aktion #fairsorgung teilnehmen, leiten einen Teil ihres Umsatzes an den Weltladen weiter, den Kunden bei ihrem Einkauf angeben.
Quelle: Weltladen-Dachverband, Foto: Weltladen-Dachverband / A. Stehle

Samstag, 11. Juli 2020

Oxfam-Supermarkt-Check 2020


Deutsche Supermarktketten können Menschenrechte achten – wenn sie wollen


Durch die Corona-Pandemie hat der Gang zum Supermarkt eine ganz neue Bedeutung bekommen. Trotz Hamsterkäufen mussten sich die Menschen in Deutschland jedoch keine Sorgen um ihr Essen machen. Auch wenn einzelne Produkte kurzzeitig fehlten, waren die Regale insgesamt gut gefüllt. Unsere lückenlose Versorgung mit Lebensmitteln hat allerdings eine düstere Kehrseite: Leid, Ausbeutung und Diskriminierung sind in den Lieferketten deutscher Supermärkte an der Tagesordnung. Oxfam zeigt seit Jahren immer wieder auf, wie diese Konzerne durch Preisdruck und unfaire Verträge gegenüber Zulieferern dazu beitragen, dass Menschen auf Teeplantagen im indischen Assam oder Obstplantagen in Ecuador und Costa Rica unter unwürdigen Arbeitsbedingungen leiden. Oxfams Fallstudien zu Lebensmitteln wie Tee, Trauben und Wein oder tropischen Früchten wie Bananen und Ananas zeigen: In Lateinamerika, Afrika und Asien müssen Arbeiterinnen uns Arbeiter für Hungerlöhne und unter gesundheitsschädlichen Bedingungen täglich bis zu 12 Stunden schuften. Die Corona-Pandemie hat diese Situation noch verschärft: Social Distancing und Home-Office sind für Plantagenarbeiter und Kleinbauern keine Option. COVID-19 gefährdet sie besonders, denn beim Pflücken kommen sie über Jahre mit giftigen Pestiziden in Berührung, die unter anderem chronische Atemwegserkrankungen auslösen. In Reaktion auf diese Fallstudien und damit verbundenem öffentlichem Druck gab es punktuelle Fortschritte für die Arbeiterinnen und Arbeiter auf Obstplantagen. Keiner der kritisierten Supermärkte hat jedoch sein auf Billigpreisen basierendes Geschäftsmodell geändert. 
Quelle Oxfam