Sonntag, 8. Juli 2018

Immer mehr Menschen kaufen fair!


Im Rahmen der Verbraucherbefragung 2018 zum Fairen Handel in Deutschland gaben mehr als zwei Drittel der Befragten an, fair gehandelte Produkte zu kaufen. Der Anteil der Käuferinnen und Käufer ist zwischen 2009 (44 %) und 2018 (69 %) somit um gut die Hälfte gestiegen. Der Anteil der regelmäßigen Käufer (min. einmal im Monat) ist zwischen 2009 (9 %) und 2018 (23 %) besonders stark angewachsen. Die meisten Käufer fairer Produkte sind in der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen (79 %) zu finden. Dabei kaufen Frauen (74 %) häufiger als Männer (63 %) fair ein. Generell steigt der Anteil der Käufer von Fair Trade-Produkten mit wachsendem Einkommen. Während er bei den Käufer in der niedrigsten Einkommensgruppe (unter 1.000 Euro Haushaltsnettoeinkommen) mit 57 % am niedrigsten ausfällt ist er in der höchsten Einkommensgruppe (über 2.500 Euro) mit einem Anteil von 76 % am höchsten.

Hauptkaufgrund: Kinderarbeit verringern

Während er bei den Käuferinnen  und Käufern in der niedrigsten Ein-kommensgruppe (unter 1.000 Euro Haushaltsnettoein- kommen) mit 57 % am niedrigsten ausfällt ist er in der höchsten Einkommensgruppe (über 2.500 Euro) mit einem Anteil von 76 % am höchsten. Unter den häufigen Käufern sind die Menschen in Nordrhein-Westfalen Spitzen- reiter. Am häufigsten kaufen Verbraucher in Deutschland fair gehandelte Produkte im Supermarkt (73 %) und im Discounter (64 %). Bei den Kaufgründen wird der Verzicht auf Kinderarbeit, wie in den vergangenen Jahren, mit 72 % am häufigsten genannt. Jedoch hat die umweltschonende Produktion bzw. Bioqualität der Produkte aus Fairem Handel mit einem Anteil von 44 % in 2018 für die deutschen Konsumenten an Bedeutung gewonnen.

Mehr Klimagerechtigkeit als politische Forderung

Die politischen Forderungen des Forum Fairer Handel genießen unter den Befragten ein sehr hohes Maß an Zustimmung. Am wichtigsten ist den Menschen die Forderung nach mehr Klimagerechtigkeit: Der Aussage "Die Haupt-verursacher des Klima-  wandels müssen für mehr Klimagerechtigkeit die sogenannten Entwicklungs-länder bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels unterstützen" stimmten insgesamt 87 % der Befragten zu. Etwa genauso viele Befragte (86 %) begrüßten eine Begrenzung der Machtmacht der großen Einzelhandels-unternehmen. Es folgen die Forderung nach einer gesetzlichen menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht (Zustimmung von 85 %), einer fairen öffentlichen Beschaffung (84 %) sowie einer steuerlichen Begünstigung fairer Produkte (81 %).
Quelle: Forum Fairer Handel

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