Während Puma die Fußball-WM in
Brasilien für einen Werbefeldzug nutzt und acht Nationalteams ausrüstet, herrscht
bei der Produktion von Puma-Shirts alles andere als "Fair-Play". Eine
Partnerorganisation der Christlichen Initiative Romero berichtet über extremen
Arbeitsdruck, gestückelte Lohnzahlungen und dass die Beiträge für die
Sozialversicherung und die Krankenkasse den Arbeiterinnen und Arbeiter zwar vom
Lohn abgezogen, jedoch nicht abgeführt würden. Den Arbeitern wird deswegen die
medizinische Versorgung verweigert. Die zuständige Gewerkschaft beklagt zudem
offenliegende Kabel an den Maschinen, von denen die Näherinnen und Näher Stromschläge
erhalten.
Alltag Preisdrückerei
"Die beschriebenen Zustände
sind ein klarer Verstoß gegen den Puma-Verhaltenskodex", so Maik Pflaum,
Experte für Arbeitsrecht der entwicklungspolitischen Organisation Christliche
Initiative Romero (CIR). Der Sportartikelriese arbeitet mit zwei Kategorien von
Zuliefer-Fabriken: Direkten Auftragnehmern, die kontrolliert werden, und
Sub-Lieferanten, an die Aufträge weiter gereicht werden. Diese fallen aus dem
schon mangelhaften Kontrollsystem von Puma komplett heraus. "Hier treten
die Effekte der unsäglichen Preisdrückerei von Puma offen zu Tage: Nur die
Billigsten können im Kampf um Aufträge mithalten. Dies ist umso skandalöser,
als der Anteil, der an die Nähfabrik geht, unter zehn Prozent des Verkaufspreises
ausmacht. Die Näherin bekommt gar nur ein Prozent ab."
Puma muss sich seiner
Verantwortung stellen

Quelle: UD/pm