Dienstag, 5. Mai 2026

Gewerkschaftsrechte weltweit: schwere Zeiten für Arbeitnehmende

Arbeits- und Gewerkschaftsrechte geraten weltweit zunehmend unter Druck – auch in Deutschland. Anlass sind der 1. Mai und der Jahrestag der Zerschlagung freier Gewerkschaften 1933, die als Mahnung für die Bedeutung von Arbeitnehmerrechten und Demokratie dienen. Beispiele aus globalen Lieferketten verdeutlichen das Problem laut SÜDWIND-Institut: In Bangladesch werden Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter eingeschüchtert, in Sri Lanka schließen Unternehmen gezielt gewerkschaftlich organisierte Fabriken und verlagern die Produktion in gewerkschaftsfreie Betriebe. Auch deutsche Unternehmen sind in solche Strukturen eingebunden. Auch in Deutschland sinkt die Tarifbindung deutlich: Nur noch 20 Prozent der Betriebe sind tarifgebunden, und Mitbestimmung nimmt ab. Gleichzeitig werden Betriebsratsgründungen teils aktiv behindert. Aber: Starke Gewerkschaften und organisierte Beschäftigte sind entscheidend, um Arbeitnehmerrechte und demokratische Strukturen zu sichern.

Quelle: Südwind-Institut, Zusammenfassung und Foto: Frank Herrmann