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Dienstag, 5. Mai 2026

Gewerkschaftsrechte weltweit: schwere Zeiten für Arbeitnehmende

Arbeits- und Gewerkschaftsrechte geraten weltweit zunehmend unter Druck – auch in Deutschland. Anlass sind der 1. Mai und der Jahrestag der Zerschlagung freier Gewerkschaften 1933, die als Mahnung für die Bedeutung von Arbeitnehmerrechten und Demokratie dienen. Beispiele aus globalen Lieferketten verdeutlichen das Problem laut SÜDWIND-Institut: In Bangladesch werden Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter eingeschüchtert, in Sri Lanka schließen Unternehmen gezielt gewerkschaftlich organisierte Fabriken und verlagern die Produktion in gewerkschaftsfreie Betriebe. Auch deutsche Unternehmen sind in solche Strukturen eingebunden. Auch in Deutschland sinkt die Tarifbindung deutlich: Nur noch 20 Prozent der Betriebe sind tarifgebunden, und Mitbestimmung nimmt ab. Gleichzeitig werden Betriebsratsgründungen teils aktiv behindert. Aber: Starke Gewerkschaften und organisierte Beschäftigte sind entscheidend, um Arbeitnehmerrechte und demokratische Strukturen zu sichern.

Quelle: Südwind-Institut, Zusammenfassung und Foto: Frank Herrmann 


Freitag, 20. März 2026

Problematischer Kaffee-Genuss

Die neue Studie der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und Coffee Watch zeigt, dass der deutsche Kaffeekonsum weiterhin mit negativen Auswirkungen wie Waldzerstörung, dem Einsatz von giftigen Pestiziden und Arbeitsrechtsverletzungen verbunden ist. Untersucht wurde die Umsetzung von Sorgfaltspflichten in den Kaffee-Lieferketten von 21 deutschen Unternehmen. Besonders große Mängel wurden bei der Erfassung von Anbauflächen und dem Monitoring von Agrochemikalien festgestellt. Die Unternehmen J.J. Darboven, Bela und Dallmayr schneiden dabei am schlechtesten ab. Es gibt jedoch auch positive Entwicklungen: Einige Firmen, wie Alnatura, JDE Peet’s, Seeberger und Tchibo, investieren in eine transparentere Beschaffung und versuchen, Risiken für Mensch und Natur zu minimieren. Diese Fortschritte könnten jedoch gefährdet sein, da wichtige Gesetze wie die EU-Entwaldungsverordnung und das deutsche Lieferkettengesetz möglicherweise abgeschwächt oder verzögert werden.

Quelle: DUH, Zusammenfassung: Frank Herrmann; Bild unten: Frank Herrmann