Posts mit dem Label Existenzlohn werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Existenzlohn werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 12. Februar 2026

Fair? Bio? Nachhaltig? Kakao-Siegelcheck von Inkota

Wer wissen möchte, ob seine Lieblingsschokolade fair, ökologisch und nachhaltig produziert wurde, orientiert sich meist an den Siegeln auf der Verpackung. Diese Fairhandels- und Nachhaltigkeitskennzeichen versprechen Genuss ohne schlechtes Gewissen. Doch dieses Versprechen wird bislang nur selten eingelöst. Die meisten Siegel bleiben hinter ihren eigenen Ansprüchen zurück. Der Faire Handel stellt sich zumindest der Aufgabe, Kakaobauernfamilien ein existenzsicherndes Einkommen zu ermöglichen. Denn wirklich fair und nachhaltig ist Kakaoanbau erst dann, wenn die Produzentinnen und Produzenten von ihrer Arbeit leben können. Die unterschiedlichen Kakakosiegel und -programme hat sich das entwicklungspolitische Netzwerk Inkota näher angeschaut.

Quelle: Frank Herrmann 

Montag, 5. Mai 2025

CEO-Gehälter steigen 56 Mal so stark wie Löhne von Beschäftigten

Arbeitnehmende hatten zum Tag der Arbeit, dem 1. Mai, allen Grund zum Protest. Die Median-Gehälter von CEOs weltweit sind zwischen 2019 und 2024 um 50 Prozent gestiegen – 56 Mal so stark wie die Reallöhne von Beschäftigten. In Deutschland stiegen die Managerinnen- und Managergehälter 30 Mal so stark. Das zeigt eine neue Oxfam-Analyse. Oxfam fordert eine Besteuerung Superreicher, die Einführung höherer Spitzensteuersätze, um maßlosen CEO-Gehältern entgegenzuwirken, sowie gerechte Löhne. Die Analyse zeigt: Das Median-Gehalt von CEOs weltweit ist zwischen 2019 und 2024 um 50 Prozent gestiegen, während die Durchschnittslöhne von Arbeitnehmerinnen udn Arbeitnehmer um nur 0,9 Prozent zulegten. CEOs verdienten 2024 ein Median-Gehalt von 4,3 Millionen US-Dollar. In einer Analyse von 56 der umsatzstärksten deutschen Unternehmen lag das Median-Gehalt von CEOs 2024 bei rund 4,4 Millionen Euro, was einem Anstieg von 21 Prozent gegenüber 2019 entspricht. Im selben Zeitraum stiegen die Reallöhne von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Deutschland um nur 0,7 Prozent. Damit wuchsen die Gehälter der Managerinnen und Manager 30 Mal stärker. 2024 sind die Reallöhne weltweit laut International Labour Organisation (ILO) zwar um 2,7 Prozent gestiegen. Vielerorts stagnieren sie jedoch weiterhin. Insbesondere in Ländern mit niedrigen Einkommen ist die Lohnungleichheit sehr hoch. Hier ist der Anteil der reichsten zehn Prozent am Gesamteinkommen der Bevölkerung rund dreimal höher als der Anteil der ärmsten 40 Prozent. Aktuell kommt mit der US-amerikanischen Zoll-Politik eine weitere Belastung hinzu. Arbeitnehmenden weltweit drohen der Verlust ihrer Arbeitsplätze sowie steigende Kosten für Waren des täglichen Bedarfs, was die extreme Ungleichheit weiter anschüren könnte.

Höhere Besteuerung Superreicher gegen soziale Ungleichheit

Oxfam fordert die Bundesregierung auf, die Besteuerung Superreicher sowohl auf nationaler als auch auf globaler Ebene weiter voranzutreiben. Dazu gehören höhere Spitzensteuersätze auf Einkommen, um exorbitanten Managerinnen- und Managergehältern entgegenzuwirken, und die Einführung einer Vermögenssteuer. Ein Mindestlohn von mindestens 15 Euro pro Stunde ist notwendig, damit die soziale Ungleichheit nicht noch weiter zunimmt. Arbeitnehmende müssen sich gewerkschaftlich organisieren und durch Streik und Tarifverhandlungen für faire Löhne einsetzen können. Die künftige Bundesregierung darf außerdem die Lieferkettengesetze, die international existenzsichernde Löhne und Gewerkschaftsrechte schützen, nicht wie angekündigt abschwächen.

Quelle: Oxfam