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Dienstag, 4. August 2026

Faire Lieferketten: Nur mit fairen Regeln!

Warum brauchen Lieferketten verbindliche Regeln? Die neue Kurzstudie des Südwind-Instituts gibt darauf verständliche Antworten. Sie zeigt, warum freiwillige Selbstverpflichtungen allein nicht ausreichen, zeichnet den Weg hin zu gesetzlichen Vorgaben nach und erklärt drei zentrale Regelwerke: das deutsche Lieferkettengesetz (LkSG), die EU-Zwangsarbeitsverordnung (EUFLR) und die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR). Die Publikation basiert auf der ausführlichen Studie gleichen Namens, die im Frühjahr erschienen ist. Sie fasst die wichtigsten Entwicklungen kompakt zusammen und macht die politischen Hintergründe auch für Leserinnen und Leser ohne Vorkenntnisse leicht verständlich.

Quelle: Südwind-Institut

Dienstag, 14. Juli 2026

Verantwortungslosigkeit als Wettbewerbsvorteil?

Die Kurzpublikation des Forum Fairer Handel analysiert den aktuellen Abbau von Schutzstandards in Deutschland und der EU. Regulierungen zur Sicherstellung des globalen Menschenrechts- und Klimaschutzes sind zunehmend von systemischen Verwässerungen und Verzögerungen betroffen, mit direkten Konsequenzen auf den Fairen Handel und darüber hinaus. Die Publikation ordnet die Ursachen, Methoden und Auswirkungen dieser neuen Deregulierungspolitik ein. Abschließend gibt sie Empfehlungen, wie Akteure des Fairen Handels darauf reagieren können.

Quelle: Forum Fairer Handel

Dienstag, 26. Mai 2026

Neuausgabe Atlas der Zivilgesellschaft: wenn Fakten unter Druck geraten

Der 9. Atlas der Zivilgesellschaft von Brot für die Welt untersucht, wie Desinformation weltweit Meinungen beeinflusst, demokratische Prozesse gefährdet und zivilgesellschaftliches Engagement erschwert. Im Mittelpunkt stehen die Mechanismen und Akteure von Desinformation, ihre Folgen für Gesellschaft und Demokratie sowie die Arbeit der Partnerorganisationen von Brot für die Welt im Globalen Süden. Gleichzeitig zeigt der Atlas die weltweite Lage der Zivilgesellschaft und fragt, ob sich der zunehmende Druck auf zivilgesellschaftliche Akteure weiter verschärft. Dabei wird auch betrachtet, welche Länder im internationalen Freiheitsranking auf- oder abgestiegen sind. Eine freie und lebendige Zivilgesellschaft gilt als zentral für Entwicklungsgerechtigkeit, da sie soziale Ungleichheiten sichtbar macht und benachteiligte Gruppen stärkt. Grundlage des Atlas ist der CIVICUS-Monitor des weltweiten Netzwerks CIVICUS, der zahlreiche unabhängige Datenquellen und Einschätzungen von mehr als 20 regionalen Partnerorganisationen zusammenführt. Dazu zählen unter anderem Bewertungen von Organisationen wie Reporter ohne Grenzen sowie Berichte nationaler und internationaler zivilgesellschaftlicher Gruppen. Bewertet werden insbesondere Vereinigungs-, Versammlungs- und Meinungsfreiheit; staatliche Angaben fließen nicht in die Analyse ein. Die Freiheit der Zivilgesellschaft wird in fünf Kategorien eingeteilt: offen, beeinträchtigt, beschränkt, unterdrückt oder geschlossen. Laut aktuellem Bericht leben nur 3,4 Prozent der Weltbevölkerung – rund 277 Millionen Menschen in 39 Staaten – in Ländern mit vollständig garantierter Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Demgegenüber leben etwa 73 Prozent der Menschen weltweit, fast sechs Milliarden, in Staaten, in denen die Zivilgesellschaft unterdrückt oder geschlossen ist. Dort schränken Regierungen Freiheitsrechte massiv ein und gehen gegen kritische Stimmen mit Einschüchterung, Verhaftungen oder Gewalt vor. Insgesamt gelten 83 von 197 Ländern als unterdrückt oder geschlossen. Im Jahr 2025 wurden 15 Länder herabgestuft, darunter Deutschland, während sich Gabun, Mauretanien und Senegal verbessern konnten.

Quelle: Brot für die Welt (Text und Grafiken), Zusammenfassung: Frank Herrmann