
Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft hat im Auftrag von
Greenpeace errechnet, dass durch die Subventionsstreichungen – oder zusätzliche
Belastungen der jeweiligen Posten jährlich rund ein Achtel des Ausstoßes von
2019 eingespart werden könnte. Zudem würden Nachteile für klimafreundliche
Wirtschaftszweige beseitigt, glaubt Greenpeace-Klimaexperte Bastian Neuwirth.
Besonders wirksam für Klimaschutz und den Bundeshaushalt wäre es demnach, die
Steuerbefreiung für Kerosin zu beenden. Auch die Mehrwertsteuerbefreiung für
internationale Flüge steht im Visier der Umweltorganisation. Mit einem Abbau
klimaschädlicher Subventionen gewinne der Staat zudem Spielraum für die
Abfederung der Folgen der Corona-Krise sowie für Klimaschutzinvestitionen,
argumentiert Greenpeace. Neben zusätzlichen Belastungen für die ohnehin
gebeutelte Airline-Branche schlägt die Studie ein Ende der Steuerbegünstigung
für die Stromerzeugung und eine Verringerung der Strompreis-Ausnahmen für die
Industrie vor. Die Pendlerpauschale, die reduzierte Steuer auf Diesel-Kraftstoff
sowie der reduzierte Mehrwertsteuersatz auf tierische Produkte müssten
ebenfalls abgeschafft werden. Außerdem auf der Liste: Steuervorteile für
Dienstwagen – das sogenannte Dienstwagenprivileg –,
Energiesteuervergünstigungen für die Industrie und die Steuerbegünstigung für
Agrardiesel.
Quelle: Reise vor
Neun
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