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Dienstag, 14. Oktober 2025

Buchtipp: Das Milliardengeschäft Greenwashing

Willkommen im Zeitalter der grünen Lügen! Wir recyceln, kaufen »klimaneutral« ein und vertrauen darauf, dass Unternehmen und Politik ihre Nachhaltigkeitsversprechen halten. Doch Greenwashing ist längst ein Milliardenbusiness - ein über Jahrzehnte aufgebauter gigantischer Schwindel, der uns ein gutes Gefühl verkauft, während Konzerne Profit aus der Zerstörung des Planeten schlagen.
Greenpeace-Expertin Ursula Bittner zeigt, wie sich Konzerne und Co. als Umweltretterinnen und -retter ausgeben, während sie die Klimakrise und das Artensterben befeuern. Sie legt die Strategien hinter dem Greenwashing offen und zeigt, wie uns Konzerne, Finanzindustrie und Politik betrügen.
Denn wer wirklich etwas verändern will, muss die Wahrheit kennen. Greenpeace schaut hinter den grünen Schein, zeigt Wege aus der Greenwashing-Falle und skizziert echte Lösungen für unsere Zukunft.

Quelle: oekom

Dienstag, 25. April 2023

10 Jahre Rana Plaza: Wenig Nachhaltiges in der Fast-Fashion-Industrie

Das Gedenken an die 1134 Opfer des Einsturzes einer Textilfabrik in Rana Plaza (Bangladesch) vor zehn Jahren startete Greenpeace mit der Projektion der Forderung “Nie wieder Rana Plaza” an das Hamburger Einkaufszentrum Europa Passage. Der Schriftzug bildet sich aus den Namen der Verstorbenen. Das Unglück gilt als größte Katastrophe der Textilindustrie. Ein neuer Greenpeace-Report zeigt, dass die Fast Fashion-Industrie zunehmend mit Nachhaltigkeit und besseren Arbeitsbedingungen wirbt, es sich aber meistens um Greenwashing handelt.  Unternehmen erstellen die Label mit den Begriffen “Nachhaltig”, “Green” oder “Fair” selbst. Greenpeace hat untersucht, inwieweit diese Darstellung marktführender Fast Fashion-Firmen tatsächlich durch eine bessere Produktion begründet ist. Geprüft wurde dabei etwa der Einsatz von umwelt- und gesundheitsgefährdenden Chemikalien gemäß gemeldeter und gemessener Fabrik-Abwasserdaten. Weiter wurde untersucht, inwiefern Arbeiterinnen und Arbeiter existenzsichernde Löhne erhalten und Daten über Zulieferbetriebe wie Lieferketten öffentlich zugänglich sind. Am besten schnitt das Label “Vaude Green Shape” ab, Schlusslichter sind unter anderen die Label “Zara Join Life” und “Primark Cares”. Das Produktionsvolumen nicht recyclefähiger Textilien aus synthetischen Fasern steigt rapide an. Wurden 2014 noch 100 Milliarden Kleidungsstücke jährlich produziert, sollen es 2030 bereits über 200 Milliarden sein. Weniger als ein Prozent aller Kleidungsstücke wird aus recycelten Textilfasern hergestellt. Die Überproduktion der Fast Fashion-Industrie verursacht riesige Müllberge im globalen Süden, die Umwelt und Lebensräume zerstören. Die Bedingungen für Arbeiterinnen und Arbeiter bleiben miserabel.

Quelle: Greenpeace