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Dienstag, 11. August 2026

Giftiger Kaffeegenuss

Kaffee gehört zu den Kulturpflanzen mit besonders hohem Pestizideinsatz. Das zeigt der gemeinsame Bericht „Gift in unserer Kaffeetasse“ von Coffee Watch, dem INKOTA-Netzwerk, der Deutschen Umwelthilfe und dem Pesticide Action Network UK, der wissenschaftliche Literatur, öffentliche Daten und Feldforschung aus wichtigen Kaffeeanbauländern auswertet. Demnach werden in der Kaffeeproduktion 159 verschiedene Pestizidwirkstoffe eingesetzt, rund 60 Prozent davon gelten als hochgefährlich und 59 Prozent sind in der Europäischen Union verboten. Dennoch werden einige dieser Pestizide weiterhin in Anbauländer exportiert und dort eingesetzt. Die Folgen sind für Menschen und Umwelt erheblich: Arbeiterinnen und Arbeiter sind den Pestiziden häufig ohne ausreichenden Schutz ausgesetzt, was zu schweren gesundheitlichen Schäden führen kann. Gleichzeitig gelangen Pestizidrückstände über die globalen Lieferketten bis in den Kaffee. Auch Glyphosat wird weiterhin häufig verwendet. Der intensive Pestizideinsatz belastet zudem Böden und Gewässer, schädigt Insekten und andere Tierarten und gefährdet die biologische Vielfalt. Die Organisationen kritisieren die Doppelmoral: Pestizide, die in der EU wegen ihrer Gefahren verboten sind, werden weiterhin exportiert und im Kaffeeanbau eingesetzt. Sie fordern unter anderem ein Ende des Exports solcher Pestizide und mehr Unterstützung für einen nachhaltigeren und pestizidärmeren Kaffeeanbau.

Quelle: Inkota-Netzwerk, Zusammenfassung: Frank Herrmann

 

Freitag, 20. März 2026

Problematischer Kaffee-Genuss

Die neue Studie der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und Coffee Watch zeigt, dass der deutsche Kaffeekonsum weiterhin mit negativen Auswirkungen wie Waldzerstörung, dem Einsatz von giftigen Pestiziden und Arbeitsrechtsverletzungen verbunden ist. Untersucht wurde die Umsetzung von Sorgfaltspflichten in den Kaffee-Lieferketten von 21 deutschen Unternehmen. Besonders große Mängel wurden bei der Erfassung von Anbauflächen und dem Monitoring von Agrochemikalien festgestellt. Die Unternehmen J.J. Darboven, Bela und Dallmayr schneiden dabei am schlechtesten ab. Es gibt jedoch auch positive Entwicklungen: Einige Firmen, wie Alnatura, JDE Peet’s, Seeberger und Tchibo, investieren in eine transparentere Beschaffung und versuchen, Risiken für Mensch und Natur zu minimieren. Diese Fortschritte könnten jedoch gefährdet sein, da wichtige Gesetze wie die EU-Entwaldungsverordnung und das deutsche Lieferkettengesetz möglicherweise abgeschwächt oder verzögert werden.

Quelle: DUH, Zusammenfassung: Frank Herrmann; Bild unten: Frank Herrmann