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Dienstag, 14. April 2026

2026: Internationales Jahr der Bäuerinnen

Die Vereinten Nationen haben 2026 zum Internationalen Jahr der Bäuerinnen erklärt, um die oft unsichtbare und ungleich anerkannte Arbeit von Frauen in der Landwirtschaft hervorzuheben. Trotz ihrer zentralen Rolle fehlt es vielerorts an Gleichberechtigung, weshalb Maßnahmen wie bessere soziale Absicherung, Lohn- gerechtigkeit, politische Teilhabe und die faire Verteilung von Care-Arbeit gefordert werden. Die Weltgesundheitsorganisation FAO weist zudem darauf hin, dass das Schließen des Gender-Gaps bei Produktivität und Löhnen im Agrar- und Ernährungssystem das weltweite Wirtschaftswachstum um eine Billion US-Dollar steigern, den Hunger von 45 Millionen Menschen lindern und die Widerstandsfähigkeit von Hunderten Millionen Familien stärken könnte.
In der Solidarischen Landwirtschaft bieten sich gute Möglichkeiten, diese Ziele umzusetzen, da sie auf Kooperation und Gemeinschaft basiert. Frauen können hier stärker in Entscheidungsprozesse eingebunden, fair entlohnt und in ihrer Arbeit sichtbarer gemacht werden. Gleichzeitig tragen sie bereits heute maßgeblich zum Funktionieren von Solawis bei – ob auf dem Feld, in Organisation und Verwaltung oder durch umfangreiches ehrenamtliches Engagement.

Text und Bild: Frank Herrmann

 

Mittwoch, 19. Juni 2024

Wie fair produzieren die EM-Sponsoren?

Adidas, Lidl und Engelbert Strauss unter der Lupe

Die globale Sportartikelindustrie hat ein Menschenrechtsproblem. Schon lange sind Menschenrechtsverletzungen in einer Branche an der Tagesordnung, die auf dem Rücken von schlecht bezahlten Arbeiterinnen und Arbeitern in einkommensschwachen Ländern auf der ganzen Welt aufgebaut wurde. Von Hungerlöhnen und unsicheren Arbeitsverhältnissen bis hin zu Gewalt, Belästigung und der Unterdrückung von Gewerkschaften sind diese Menschen in Arbeitsarmut gefangen, während die Markenartikler Milliardengewinne einstreichen.
Die Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland soll in Sachen Nachhaltigkeit eine Vorbildrolle übernehmen. So hat es der Turnierdirektor und ehemalige Kapitän der deutschen Fußballnationalmannschaft, Philipp Lahm, von Anfang an betont. Die Christliche Initiative Romero hat sich gemeinsam mit der Initiative Fairness United die drei deutschen der sechs Hauptsponsoren der UEFA EM 2024 (Adidas, Lidl, Strauss) unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit und der Einhaltung von Menschenrechten genauer angeschaut. Denn besonders vor sportlichen Großereignissen produzieren Näherinnen  und Nähern in Zulieferbetrieben von Sportartikelunternehmen und vielen anderen Firmen Millionen von Trikots, Schals, Fußbällen, Mützen, Fahnen – oft unter extremem Zeitdruck und für Hungerlöhne. Wie halten es Adidas, Lidl und Engelbert Strauss hier mit der Fairness?

Quelle: CIR

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