Donnerstag, 2. März 2017

Tourismus: Jagd verbieten, Löwen retten!


Vor 40 Jahren streiften noch 200.000 Löwen durch Afrika, bis heute ist die Population auf kaum mehr als 20.000 eingebrochen. Die Weltnaturschutzunion führt Löwen auf der Roten Liste bedrohter Arten als „gefährdet" (vulnerable). Während die Bestände in Südafrika als relativ stabil gelten, sind Löwen in Westafrika vom Aussterben bedroht. In 12 Ländern wurden sie bereits ausgerottet, womöglich sogar in 16. Die Löwen sind bedroht, weil ihr Lebensraum zunehmend fragmentiert und zerstört wird. Vielerorts geht auch der Bestand an Beutetieren dramatisch zurück. Die Trophäenjagd ist eine große Bedrohung, insbesondere in Südafrika, Tansania, Simbabwe und Sambia.

In Südafrika mehr Löwen in Gefangenschaft als frei lebend

Jagdtouristen zahlen fünfstellige Summen für den Abschuss eines Löwen. Besonders verheerend ist es, wenn Jäger ein dominantes Männchen erlegen: Der Nachfolger tötet dessen Junge, sodass das Erlegen eines Tieres den Tod für bis zu 20 Löwen bedeutet. Die Löwen fallen nicht nur in freier Wildbahn dem Jagdtourismus zum Opfer. In Südafrika werden Löwen eigenes für die Jagd gezüchtet. Dort leben mehr Löwen in Gefangenschaft als in Freiheit. Jedes Jahr werden bis zu 1.000 von ihnen getötet. Die grausame Gatterjagd bewahrt dabei frei lebende Tiere nicht vor dem Abschuss. Schutzgebiete wie die berühmte Serengeti spielen eine zentrale Rolle für das Überleben der Tierart. Hier beobachten Forscher die Populationen genau. Zwar kommt es auch am Rand von Reservaten zu Konflikten, wenn Löwen nachts Schafe oder Rinder reißen. Doch die Nutztiere können beispielsweise in Gehegen und durch Wachhunde wirksam geschützt werden.
Quelle: Rettet den Regenwald; Foto: thepetitionsite.com

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