Sonntag, 18. September 2016

Faire Biketour – von Magdeburg bis Kassel



Der letzte Tag an der Elbe führte mich bei weiterhin hohen Temperaturen vorbei an den gewaltigen Kalibergen der K+S AG, zu denen ein sympathisches Schild mit der Aufschrift „Kalimandscharo“ weist. Ebenfalls gigantisch war wenig später das Wasserstraßenkreuz, bei dem der Mittellandkanal auf einer rund 900 Meter langen Brücke die Elbe überquert. Kurz darauf hatte ich Magdeburg erreicht, wo ich mit meinen dortigen Gastgebern nett in einem Restaurant an der Elbe zu Abend aß.

Die Strecke von Magdeburg nach Braunschweig war geprägt von Windrädern und Birnbäumen entlang der Straße, von denen die Früchte bereits zu Tausenden abgefallen war. Welch eine Verschwendung! Bei  Helmstedt befand sich einst die Zonengrenze und der Verkehr im Westen nahm schlagartig zu ebenso wie die Temperaturen. Ein heißer, langer Fahrtag ging dann mit der Ankunft in Braunschweig zu Ende. Abends musste ich dann noch mit dem ICE nach Hannover zu einer Lesung in einer Buchhandlung und danach wieder zurück nach Braunschweig.

Am nächsten Tag stand ein Vortrag in einem Biocafé Markkleeberg südlich von Leipzig an, zu dem ich wieder mit dem Zug anreiste. Wegen der großen Hitze und des Vortragsbeginns am frühen Nachmittag kamen allerdings nur wenige Zuhörer. Erst gegen 23  Uhr war ich wieder in Braunschweig und saß in dieser tropischen Nacht noch bis 1 Uhr morgens mit meinen Gastgebern auf dem Balkon. Den folgenden Ruhetag in Braunschweig nutze zu ich zu kleineren Erledigungen und einem Abstecher zu einem Badesee. Leider fuhr ich mir auf dem Rückweg einen Platten und konnte von Glück sagen, dass man mir in einem Radladen gerade noch rechtzeitig vor Ladenschluss den Mantel und Schlauch wechselte.

Der lange Fahrtag nach Göttingen brachte mich über die Tausendkilometer-Marke, erneut viele Hitze und bei der Umfahrung des Harzes auch einige wellige Passagen (kurios das 5 KM/H Straßenschild vor einem normalen Bahnübergang). Abends hielt ich einen Vortrag im Contigo-Weltladen. Danach gab es noch ein Bioeis und ein Gratis-Konzert vom NDR in der Stadt. Am nächsten Morgen besuchte ich die Contigo-Zentrale und führte ein informatives Gespräch mit dem Geschäftsführer. Weiter ging es danach mit viel Auf und Ab nach Hannoversch Münden, wo sich die Werra und die Fulda zur Weser vereinen und eine Fachwerk-Altstadt Rentner in Scharen anzieht. Der Rest der Strecke führte über einen perfekten Radweg entlang der Fulda nach Kassel. Auch heute spielte das Wetter noch einmal mit (und das nun schon über zwei Wochen), aber der Vollmond ließ nichts Gutes erahnen.