Montag, 1. Februar 2016

Filmtipp: Der wahre Preis der Mode



Während in Berlin auf der Fashion Week die neuesten Angebote auf dem Laufsteg präsentiert werden, zeigt der Dokumentarfilm "The True Cost", was sich hinter den Kulissen abspielt. Die Dokumentation gibt einen Überblick über das globalisierte Modegeschäft und führt die Zuschauer von den glamourösen Laufstegen bis in absolute Armutsviertel.  Denn Mode wird seit Jahrzehnten immer günstiger. Neben den Dauerschnäppchen von Modediscountern werden im Winterschlussverkauf auch die Preise von Markenkleidung drastisch gesenkt. Die wahren Kosten tragen hingegen Mensch und Umwelt in den Produktionsländern.  

Kritischer Konsum ist auch bei Mode gefragt

Filmemacher Andrew Morgen hat Schauplätze der globalen Textilindustrie besucht, um die skandalösen Bedingungen vor Ort zu untersuchen. Giftstoffe, die sich tödlich auf Menschen und Umwelt auswirken und Hungerlöhne, die für die Arbeiterinnen und Arbeiter kaum zum Leben reichen, sind nur Beispiele für viele weitere Defizite, die sich vom Baumwollfeld über die Fabriken bis in die Büros der Markenkonzerne und die immer gleicheren Shoppingmeilen der Welt erstrecken. Seine Reise ging von Metropolen wie London, New York und Hongkong bis nach Haiti, Bangladesch und Indien, wo er mit Beschäftigten, Politikern, Umwelt- und Menschenrechtsaktivistinnen, mit Journalisten und Wissenschaftlern über das Unausgesprochene spricht. Der Film möchte dazu einladen, beim Shopping genauer hinzusehen und kritisch zu hinterfragen, woher die Mode stammt. Kleidung soll weg vom Image als „Wegwerfartikel“. „The True Cost“ läuft ab sofort auf deutsch in ausgewählten Kinos und ist bei GRANDFILM erhältlich auf DVD und Blue-ray sowie als Stream bei führenden Onlinediensten.
Quelle: TransFair


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