Mittwoch, 22. April 2015

Kaweri: Kaffee mit dem Geschmack der Vertreibung



Im August 2001 vertrieb die ugandische Armee mehr als 2.000 Menschen aus vier Dörfern, weil die Regierung deren Land an die Kaweri Kaffee-Plantage verpachtet hat. Kaweri ist eine Tochterfirma der Neumann Kaffee Gruppe in Hamburg. Bis heute wurden die Vertriebenen nicht entschädigt. Doch sie fordern ihre Rechte ein. Im August 2002 haben sie die ugandische Regierung und die Kaweri Kaffee Plantage verklagt. Das Gerichtsverfahren wurde nach allen Regeln der Kunst verschleppt. Nach elf Jahren sprach das zuständige Gericht am 28. März 2013 das erste Urteil – zugunsten der Vertriebenen.  Der Journalist Michael Enger hat einen Film über die Vertreibung und ihre Folgen gedreht: Coffee to go – Mit dem Geschmack der Vertreibung.

Betroffene kommen zu Wort

In der Radiosendung zum "Kaweri-Fall" des Kölner Bürgerfunks "alleweltonair" sprechen Betroffene, der ugandische Radio-Journalist Godfrey Ayoo und FIAN-Referentin Gertrud Falk über die Vertreibung von Tausenden Menschen zugunsten der Kaweri-Kaffeeplantage und ihre Folgen. 
Quelle: FIAN, Bild Fian.at


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