Montag, 21. April 2014

Algenöl statt Palmöl – ökologischer und klimaverträglicher


"Procter & Gamble verarbeitet schmutziges Palmöl in seinen Produkten" lautete ein Blogbeitrag vom 16. März. Dass es auch anders geht, zeigt nun die die belgische Firma Ecover. Sie will als weltweit erster Hersteller von nachhaltigen Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln ein neues Waschmittel auf den Markt bringen, in dem Palmöl durch Algenöl ersetzt wird. Das Unternehmen kündigte an, dass das neue palmölfreie Flüssigwaschmittel genauso effektiv wirksam sein wird wie das aktuelle und noch 2014 europaweit verfügbar sein wird. Mit dem Verzicht auf Palmöl ist ein erster wichtiger Schritt getan, um langfristig die Abhängigkeit von sämtlichen Palmöl-Inhaltsstoffen zu verringern und diese letztlich vollkommen auszuschließen. Ecovers langfristiges Ziel ist es, innerhalb der gesamten Produktpalette Palmöl und Palmkernöl zu ersetzen. Dirk Develter, Forschungs- und Entwicklungsleiter bei Ecover, sagt: „Algenöle sind qualitativ sehr hochwertig, haben aber einen viel kleineren ökologischen Fußabdruck als tropische Öle, wie etwa Palmöl. Das macht sie ideal für den Einsatz in Pflegeprodukten und Reinigungsmitteln, wo tropische Öle häufig Verwendung finden.“

Beträchtliche Vorteile gegenüber Palmöl

Im Rahmen der Forschungsarbeiten zu Ersatzstoffen für Palmöl habe man festgestellt, dass mit Algen eines der reinsten und saubersten Öle hergestellt werden kann. Die Nutzung von Algenölen und ähnlichen Technologien sollen stetig – für alle Produkte und weltweit weiterentwickelt werden. Durch den Verzicht auf Palmöl leistet Ecover einen wesentlichen Beitrag zum Schutz von bedrohten Regenwäldern und den darin lebenden Tieren. Da Algen lokal angebaut werden können, ist die Produktion von Algenöl unabhängig von einem bestimmten Standort und kann praktisch überall auf der Welt, wo Produktionsanlagen zur Verfügung stehen, hergestellt werden. Damit unterstreicht Ecover sein Ziel, Rohstoffe möglichst regional und innerhalb einer transparenten Lieferkette zu beziehen. Zudem kann das Unternehmen durch die Verwendung der Algenseife seine CO2- Emissionen erheblich reduzieren: Laut dem Nachhaltigkeitsberater PE International benötigt die Produktion von Algenöl bis zu 16-mal weniger CO2 als die Herstellung von anderen natürlichen Ölen. Die Untersuchungen von PE International zeigen außerdem, dass die Produktion von Algenöl sowohl weniger Anbaufläche als Palmöl, als auch weniger Wasser als beinahe jedes andere pflanzliche Öl benötigt. Zudem dient das nährstoffreiche Abwasser aus der Algenölproduktion als Düngemittel.
Quelle: Ecover

Die Firma Procter & Gamble (u.a. Meister Proper, Head&Shoulders, Gillette, Oil of Olaz) will erst ab 2020 kein Palmöl mehr aus Regenwaldrodung verwenden. Das ist zu spät! Bis 2020 ist der Wald weg! Machen Sie dem Konzern klar: Abholzung sofort stoppen! (Kampagne von "Rettet den Regenwald")  

 

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